Fünf Mitglieder des RC Karlstadt machten sich mit vier Kajaks nach Naumburg an der Saale auf, um zum zweiten Mal das tolle Saale-Unstrut-Paddelrevier zu erkunden. Zwei Radbegeisterte schlossen sich spontan an, die den Paddlern ihre Unterstützung bei allen logistischen Themen anboten.
Für diejenigen, die die Gegend und daher die Anreise schon kannten, war die erste Pflichtstation Magdala, eine Raststation nahe der Autobahn, die für ihr „legendäres“ Wurstangebot bekannt ist – und in der Tat standen die Wurstjünger bis auf den Vorplatz an. Derart gestärkt ging unsere Fahrt nach Naumburg weiter, wo wir problemlos Autos, Boote und Hänger unterbringen konnten.
Naumburg hat sich dann auch gleich als wunderschöne Stadt präsentiert – und zufällig fand seit längerer Zeit wieder ein Nachtmarkt statt mit regionalen Produkten. Um dort autolos hinzukommen, haben wir uns der „Zicke“ anvertraut – einer sehr alten Trambahn, die von einem örtlichen Verein liebevoll instandgehalten und betrieben wird. Schon das Bedienen dieser Trambahn scheint nichts für unsportliche Menschen zu sein …
Unsere erste Paddeletappe führte uns von Camburg nach Bad Kösen – trotz schlechter Vorhersage ein regenfreier Tag. Aufgrund der sehr guten Paddelinfrastruktur mussten wir auf nur einer der nächsten Etappen umtragen. Eine durchweg gute Strömung hat die Paddler wohlwollend unterstützt.
Auch auf der zweiten Etappe von Bad Kösen nach Schönburg war uns das Wetter wohlgesonnen. Um hier zumindest der Form halber auch mal die Unstrut bepaddelt zu haben, hat sich der eine oder die andere ein paar Meter gegen die Strömung der einmündenden Unstrut gekämpft. Weiter abwärts hat die Saale große Ähnlichkeiten mit dem heimischen Mainpaddelgebiet – nur das Edelweiß hat gefehlt.
Die letzte Etappe führte uns nach Weißenfels. Hier gab es auf dem Weg Armbändchen als Schleusenticket. Leider hatten wir nur eine Schleuse zu bewältigen. Ziel der Weißenfels Etappe war ein bewirtschafteter Ruderclub, wo noch einmal leckere Küche genossen werden konnte.
Mit dem Besuch eines Kleinkunstmarktes haben wir uns von Naumburg verabschiedet – gerne wieder. (Text Johann Schaub, Foto Ute Wallasch)
